24.4.2017. Die Konferenz - Glaube Stütze der Identität

  Die Konferenz Glaube Stütze der Identität – Bedeutung der christlichen Seelensorge für die deutsche Minderheit geht auf die Initiative von Hartmut Koschyk, den Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, zurück. Die Konferenz fand vom 24. bis zum 26. April 2017 in Groß Stein, Polen, im Kur- und Tagungszentrum Sebastianum statt, in der Nähe der Stadt Oppeln.
   An der Konferenz nahmen mehr als fünfzehn Vortraggeber teil, unter denen Bischöfe, Pfarrer, Dekane und Priester aus verschiedenen Ländern und unterschiedlicher Glaubensbekenntnis (evangelischer und katholischer) waren. Unter den Gästen waren Vertreter der deutschen Minderheit aus ungefähr 20 Ländern, darunter auch der Präsident des Nationalrates der deutschen Minderheit in Serbien, Herr Ing. Laslo Gence Mandler.
   Die Tagung fing in der Kapelle des Schlosses Groß Stein mit einer Liturgie an, gefolgt von der Begrüßungsrede von Herrn Koschyk, der die Bedeutung der christlichen Seelensorge für die deutsche Minderheit betonte. Außerdem erinnerte er an die Wichtigkeit des Jahres 2017 als das 500. Gedenkjahr der Reformation. Dieses historische Ereignis wurde in zahlreichen europäischen Ländern durch verschiedene Manifestation gewürdigt.  
Die Mehrzahl der Vortraggeber stammte aus ehemaligen kommunistischen Ländern. Sie hielten einen rührenden Vortrag über das Schicksal der deutschen Minderheit nach dem Zweiten Weltkrieg und betonten, dass diese Minderheit die Vergeltung noch schlechter verkraftet hätte, wenn die kirchliche Gemeinde ihr keine seelische Unterstützung geboten hätte.
   Alle Anwesenden, sowohl die Vortraggeber als auch die Vertreter der Minderheit, einigten sich darauf, alle zwei Jahre ähnliche Tagungen in den Ländern, in denen die deutsche Minderheit lebt, zu organisieren. Dies wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt, weswegen ihr ein herzliches Dankeschön gebührt.
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