28.11.2016. Vom „Verschwinden“ der deutschsprachigen Minderheiten

Am gestrigen Montagabend, den 28.11.2016, fand im Saal des „Historischen Museums Serbiens" in Belgrad, die Buchpräsentation des Tagungsband „Vom „Verschwinden" der deutschsprachigen Minderheit. Ein schwieriges Kapitel in der Geschichte Jugoslawiens 1941-1955" statt. Die  mehrsprachige Lektüre vereint erstmals aktuelle Forschungen von siebzehn renommierten Wissenschaftlern aus fünf Ländern, die aus unterschiedlichen Perspektiven ein schwieriges Kapitel deutsch-jugoslawischer Geschichte beleuchten. Herausgeber des Buches sind das „Donauschwäbische Zentralmuseum Ulm" und die „Stiftung - Flucht, Vertreibung, Versöhnung" aus Berlin.

Die Organisatoren konnten eine große Gemeinschaft Interessierter bei der Präsenation begrüßen - darunter Stellvertreter der Deutschen Botschaft Belgrad, Angehörige der Deutschen Minderheit, Wissenschaftler und Journalisten. Nach der Begrüßung der Gäste durch Frau Dr. Dušica Bojić (Direktorin des Historischen Museums), kamen Herr Alexander Jung (Ständiger Vertreter des Deutschen Botschafters) und Herr Anton Beck (Vereinsvorsitzender des Deutschen Vereins „St. Gerhard" und Vorsitzender des Exekutivausschusses im Nationalrat der Deutschen Minderheit) zu Wort. Herr Beck betonte in seiner Rede die Bedeutung und Wichtigkeit solcher Projekte für die Gemeinschaft der Deutschen Minderheit, da solche das lange Schweigen über dieses dunkle Kapitel der deutsch-jugoslawischen Geschichte immer wieder aufbrechen. Es folgten ein Gespräch mit den Herausgebern und ein Vortrag von Dr. Zoran Janjetović vom Institut für neuere Geschichte Serbiens, bevor der Abend bei einem Empfang ausklang.

 

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